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Content-Marketing-Mythen: Diese 6 solltest du missachten

Content Marketing Mythen

Ein Mythos ist eine sagenhafte Geschichte. Eine Behauptung, die nicht auf nachweisbaren Fakten ruht, sondern lediglich die Wahrheit der Aussage beansprucht. Im Content-Marketing gibt es derzeit eine Vielzahl an weiterverbreiteten Mythen, die sich in der Praxis jedoch als fehlerhaft erweisen. Ein falscher Glaubensansatz im Content-Marketing verbreitet somit Fehlinformationen, die schädlich für den Aufbau des Contents für ein Unternehmen sein können.

Derartige Mythen können den Erfolg im Content-Marketing nicht nur verzögern, sondern auch vollständig gefährden. Wer mit dem Content-Marketing dagegen langfristig erfolgreich sein möchte, der sollte nicht auf unbewiesene Mythen, sondern auf nachgeprüfte Praxismethoden setzen. Im heutigen Artikel möchte ich dir daher aufzeigen, welche Mythen du gerne missachten kannst.

Diese 6 Content-Marketing-Mythen schaden deinem Erfolg

#1 Resultate sind schnell sichtbar

Das Content-Marketing ist ein Marathon und kein Sprint. Aus diesem Grund benötigen Unternehmen eine große Portion an Durchhaltevermögen und Geduld, um langfristig Erfolg zu haben. Unternehmen, die nach wenigen Monaten keine Ergebnisse mit dem Content-Marketing erzielt haben, kommen in der Regel zu einer simplen Erklärung. Entweder das Unternehmen ist der Meinung, dass das Content-Marketing generell keine Wirkung zeigt oder dass diese Marketingform nicht zum Unternehmen passt.

Wer sich an diesem Scheideweg befindet, der sollte nicht an diesen Mythos glauben, sondern Statistiken zum Content-Marketing heranziehen. Dem Content-Marketing Institute zu Folge kann es bis zu 15 Monate dauern, bis erstmals Resultate sichtbar sind. Bis die vollständige Wirkung eintritt, kann es sogar mehrere Jahre dauern. Obwohl diese Zahlen ernüchternd sein können, sind sie kein Grund, um frühzeitig aufzugeben. Sobald Erfolge sichtbar sind, ist das Content-Marketing eine effektive und effiziente Methode.

#2 Qualitativer Content kann billig erworben werden

Dieser Mythos ist ein Klassiker. Selbstverständlich kann Content günstig erworben werden. Die Frage, die jedoch gestellt werden muss, ist: Wurde der Content an die Zielgruppe angepasst und verfügt er über eine hohe Qualität? Wenn ja, dann hast du einen guten Content-Creator gefunden, der sich deutlich unter Wert verkauft. Dieser Fall stellt jedoch ein Ausnahmeszenario dar. In der Regel bedeutet günstiger Content auch eine durchschnittliche oder gar schlechte Qualität.

Wenn du dein Budget im Content-Marketing zu eng schnallst, wird die Qualität höchstwahrscheinlich darunter leiden. Problematisch wird dies, wenn du anstrebst, deine Markenidentität und deinen Expertenstatus durch das Content-Marketing zu optimieren. Du kannst deinen Content monatlich für 100 Euro erstellen lassen oder auch mehrere Tausend Euro ausgeben. Sicher ist jedoch: Abkürzungen lohnen sich nicht und Erfolg hat auch hier seinen Preis.

#3 Textbasierter Content ist ausreichend

Das Content-Marketing wird häufig mit der Erstellung eines Blogs gleichgesetzt. Obwohl textbasierte Blogartikel sehr wohl ein Teil des Content-Marketings sein können, kann diese Marketingform keinesfalls darauf reduziert werden. Podcasts, Videos, Webinare oder Infografiken sind ebenfalls mögliche Formen, die umgesetzt werden können. Der Fokus auf rein textbasierten Inhalten kann sogar ein Risiko für den Erfolg im Content-Marketing darstellen. Denn visuelle Inhalte weisen insgesamt höhere Interaktionsraten auf als textlastige Inhalte.

In den Sozialen Medien ist diese Entwicklung besonders auffällig. Auf Twitter werden Tweets mit einem Bild rund 150 % häufiger geteilt als ohne visuelle Komponente. Auf Facebook lässt sich dieses Phänomen ebenfalls bestätigen. Denn Facebook-Posts, die ein Bild enthalten, bekommen im Schnitt 2.3 Mal mehr Aufmerksamkeit im Vergleich zu Posts ohne Bild. Wer an dieser Stelle immer noch auf reinen Text setzen möchte, sollte sich damit vertraut machen, dass circa 79 % des weltweiten Internet-Traffics durch Video-Inhalte verursacht wird. Gute Gründe, um in Zukunft vermehrt auf Videos, Bilder und Infografiken zu setzen.

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#4 Jeder kann qualitativen Content erstellen

Wie wir im vorherigen Abschnitt festgestellt haben, besteht das Content-Marketing nicht nur aus der Erstellung von Blogartikeln. Und auch diese kann nicht jeder professionell umsetzen. Unternehmen, die auf einen Content-Experten verzichten und es vorziehen die Inhalte selbst zu erstellen, gehen ein großes Risiko ein. Zum einen müssen die Mitarbeiter in der Lage sein, professionelle Inhalte in unterschiedlichen Formaten zu erstellen.

Zum anderen muss das Team fähig sein, die Inhalte in regelmäßigen Abschnitten zu erarbeiten und zu veröffentlichen. Die Erstellung von Inhalten kann einen hohen wöchentlichen Zeitaufwand bedeuten. Um das nötige Kontingent umzusetzen, kann die Erstellung daher nicht verschoben werden oder für andere Aufgaben weichen. Es kann also nicht jeder Content erstellen, da dafür spezielle Fähigkeiten und ausreichend Zeit nötig sind. 

#5 Nur die Content-Erstellung allein steht im Fokus

Die Content-Erstellung erfordert viel Aufwand. Die schlechte Nachricht ist allerdings, dass die Arbeit im Content-Marketing noch lange nicht durch die Erstellung von Inhalten getan ist. Erfolgreiches Content-Marketing besteht aus einer schriftlichen Strategie, hochwertigem Content und einer erfolgreichen Veröffentlichung der Contents. In der Regel sollten sich Content-Marketer sogar nur zu 20 % auf die Erstellung fokussieren und sogar zu 80 % auf die Vermarktung des Contents setzen.

Aus diesem Grund kann die Inhalts-Erstellung nicht das Zentrum des Content-Marketings ergeben. Wer sich allerdings blind auf den Mythos einlässt, der wird eine hohe Anzahl an Content erstellen, der weder zur Zielgruppe passt noch erfolgreich vermarktet wird. Achte bei der Durchführung des Content-Marketings in deinem Unternehmen also darauf, dass du eine Strategie aufstellst, welche die wichtigsten Ziele und Kennzahlen festlegt. Darüber hinaus ist es wichtig, einen genauen Plan für die Veröffentlichung und Vermarktung der erstellten Inhalte langfristig festzulegen.

#6 Content-Marketing ist nur erfolgreich, wenn es die Verkäufe steigert

Unternehmerische Entscheidungen werden oft anhand von Zahlen, Daten und Fakten getroffen. Der erwartete Return on Investment (ROI) stellt dabei eine wichtige Größe dar. Wer sich für das Content-Marketing entscheidet, der erwartet eventuell, dass eine Investierung steigende Verkäufe nach sich zieht. Tatsächlich ist das Content-Marketing weitaus breiter aufgestellt und umfasst nicht nur die Verkäufe eines Unternehmens. Demnach hängt der Erfolg nicht direkt mit Verkäufen oder der Kundenakquise zusammen.

Ein erfolgreiches Content-Marketing kann beispielsweise den Traffic- und die Leadgenerierung optimieren. Optimaler Content kann die Markenbekanntschaft und den Markenwert steigern. Zudem kann auch der Customer Support automatisiert werden. Obwohl es schwer ist, den ROI aller Einzelbereiche genau zu messen, ist der Erfolg im Content-Marketing auch unabhängig von den Verkäufen möglich.

 


Ich hoffe der Beitrag über Content-Marketing-Mythen konnte dir weiterhelfen. Interessierst du dich für das Thema Content-Marketing? Dann könnten die folgenden Artikel nützlich für dich sein. Für regelmäßige Praxistipps kannst du dich auch gerne für unseren monatlichen Newsletter anmelden.

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